Interkulturelles Netz
Altenhilfe
INA

Digitalisierung schreitet voran – neue Herausforderungen, neue Wege!
Trotz der Kontaktbeschränkungen im Rahmen der Corona Pandemie hat das ina Sorgenetzwerk sich weiterhin sehr fürsorglich mit Telefonanrufen, Einkäufen, und Fensterbesuchen für die Senioren*Innen eingebracht. Dies hat wieder die Bereitschaft der Unterstützung und Fürsorge des ehrenamtlichen ina Helferkreises gegenüber Älteren deutlich gemacht. Leider konnten aufgrund der Pandemie die monatlichen Treffen in gewohnter Atmosphäre mit direktem Kontakt nicht stattfinden. Diese sind für das ina Team sehr wichtig, da in diesen Treffen neue Informationen weitergegeben werden. Vor allem mit einem Team von mehr als 20 Helfern*innen ist es im Rahmen der Pandemie immer schwieriger geworden die Treffen mit direktem Kontakt zu ermöglichen. Wie bei allen aktiven hat die Zeit auch das ina Team vor neuen Herausforderungen gestellt. „Neue Herausforderung, neue Wege“ dachte sich das ina Team und richtete sein Ziel auf den digitalen Schub. Dieser Schub war die Kraft Grenzen zu sprengen, Gewohntes aufzubrechen und die Digitalisierung voranschreiten zu lassen. So wurde durch die AWO Geschäftsleitung der Zugriff für Zoom Onlinetreffen ermöglicht. Die Helfer*innen mussten über Anweisung mit dem Smartphone geschult und der Weg für die Onlinetreffen geöffnet werden. „Das ist einer meiner erfolgreichsten Tage. Meine Kinder haben mich so ausgelacht, bei dem Begriff „Onlinetreffen“ und ich habe es ihnen gezeigt, dass ich es geschafft habe“ so eine ältere ehrenamtliche Helferin von ina Sorgenetz. Trotz des Erfolgs mit den Onlinetreffen wünschen sich die Teilnehmer*Innen nicht sehnliches als die Treffen mit persönlichem Kontakt, denn dies kann nichts ersetzen.


ina Sorgenetzwerk:
Das ina Sorgenetzwerk ist ein Angebot der SIC Gesellschaft (Tochtergesellschaft der AWO Augsburg) mit über 20 ehrenamtlichen Helfer*Innen. Diese setzen sich für Senioren*Innen mit Migrationshintergrund in verschiedenen Bereichen ein. Das Angebot wird geleitet von Nurten Sertkaya (Dipl. Sozialpädagogin FH).

ina wird 10 Jahre - Jubiläumsmasken
Startschuss für ina – das Interkulturellem Netzwerk Altenhilfe - war am 01.10.2010. Dieses Jahr wird 10-jähriges Jubiläum gefeiert. Die Zahl der Bürger*innen mit Migrationshintergrund in Augsburg betrug 2018 137 215. Dies entspricht 46 Prozent der Stadtbevölkerung. Für viele aus dieser Bevölkerungsgruppe ist der Fachbereich Altenhilfe eine neue Herausforderung. Die Aussage der ersten Generation von 1961 „…ich kehre in zwei Jahren in die Heimat zurück“ ist Vergangenheit. Sprachbarrieren und organisatorischer Aufwand in der Pflege stellen eine Hürde dar. Um den Fachbereich mit der Zielgruppe zu vernetzen und die Altenhilfe mit den speziellen Bedürfnissen dieser Bürger*innen vertraut zu machen, startete das Projekt ina – Interkulturelles Netz Altenhilfe am 01.10.2010 als ein Pilotprojekt für 3 Jahre.

Seitdem organisiert ina mit großem Erfolg Frühstücktreffs für Senioren, eine Betreuungsgruppe für demenzerkrankte Senioren, führt Fachtage zur interkulturellen Öffnung der Altenhilfe durch, stellt mehrsprachiges Material zur Verfügung und gewinnt durch Schulungen im Fachbereich ehrenamtliche Helfer für das Angebot. ina berät in Zusammenarbeit mit den Fachberatungsstellen die Senioren und deren Angehörige in verschiedenen Angelegenheiten.

Nach der 3-jährigen Pilotphase wurde das Angebot 2013 für weitere 2 Jahre verlängert. Nach 5-jähriger erfolgreicher Arbeit als Pilotprojekt wurde 2015 die Arbeit von ina durch die Stadt Augsburg unter Trägerschaft der AWO Augsburg als ein kommunales Angebot als 13. Soziale Fachberatungsstelle für Senioren übernommen.

Am 01.10.2020 feiert ina sein 10-jähriges Jubiläum. „Die Beratung läuft trotz der Coronakrise weiter, unsere ina Betreuungsgruppe ist auch mit der halben Teilnehmerzahl gestartet. Wir hoffen, dass wir unsere Jubiläumsveranstaltung am 06.11.2020 wie geplant im Evangelischen Forum Annahof durchführen können.“ so Nimet Saran, Fachberatungsstelle für Senioren, die für das Angebot zuständig ist und in der Pilotphase ina leitete. In der Pandemie von Corona wurden anlässlich des 10-jährigen Jubiläums eigene Masken angefertigt. Diese sollen aber jetzt schon den Senioren und Helfern ausgehändigt werden. „Wir wollen mit der Aushändigung der Masken nicht bis zu unserer Jubiläumsveranstaltung warten. Unsere Zielgruppe braucht sie jetzt“, so Nurten Sertkaya, Mitarbeiterin von ina. Die Masken mit der Aufschrift „10 Jahre ina“ werden an die Zielgruppe ausgehändigt.

Um Infektionen zu vermeiden, werden die Gruppen aufgeteilt und das Angebot wird mit kontrollierten Maßnahmen fortgesetzt. Detailinformationen können bei Nimet Saran unter Telefon 0821 / 56 88 182 oder unter der Homepage www.ina-sic.de eingeholt werden.